40 Jahre Faustball

Wir werden 40 – Faustballer und Freunde erzählen  1965-2005

Festzeitschrift zum 40-jährigen Bestehen der Faustballsparte des MTV Dänischenhagen. Diese Festschrift wurde von Mitgliedern und Freunden mit Texten versehen. Dafür an alle Autoren ein herzliches Dankeschön. Dank an den Festausschuss und Dank an alle, die mitgeholfen haben unser Fest durchzuführen. Viel Spaß beim Lesen! Juni 2005

Erstellt und Zusammengefasst von:
Michael Nolda und Werner Techel

Grußwort des Spartenleiter

Asmus Hansen
Spartenleiter

Die Faustballsparte im Männer-Turnverein feiert ihr 40-jähriges Bestehen, das ist nicht nur für diese Abteilung ein Grund der Freude, sondern sollte uns alle dankbar stimmen.
Körperliches und seelisches Wohlbefinden wird in unserer schnelllebigen, leistungsorientierten Zeit mehr denn je im Zusammenhang gesehen. Viele stress-geplagte Menschen finden Ausgleich im Sport. Sie genießen die körperliche Bewegung, den Wettkampf, die Erlebnisse in der Gemeinschaft eines Sportvereins.
Die Faustballer haben dies stets als selbstverständlich gesehen und waren darüber hinaus auch stets bereit, Verantwortung im Vorstand zu übernehmen und die Vereinsarbeit mitzugestalten.
Wir Faustballer sagen allen Teilnehmern dieses Jubiläums ein herzliches Willkommen und wünschen einen guten Verlauf.

Asmus Hansen

Grußwort des 1. Vorsitzenden – Familiär wie früher

Hardwig Rodde
1. Vorsitzender

Es gibt Leute in unserem MTV Dänischenhagen, die nehmen die Faustballsparte gar nicht so richtig wahr. Einige verspotten den Faustball sogar als „Affentennis“: „Da treffen sich an jedem Dienstag so ein paar alte Herren, spannen mitten in der Halle eine Art Wäscheleine und hauen mehr als eine Stunde mit der nackten Faust auf einen Ball ein. Der fliegt dann meistens über die Leine, und am Ende der Einheit sehen die ergrauten Sportler ganz schön kaputt aus.“ Zugegeben, auch ich habe als ehemaliger Handballer diesen Gesamtanblick lange Zeit ein bisschen belächelt, sah das doch alles so sehr antiquiert aus … der Sport – und die Leute, die dieses „Faustball“ in unserem Verein betreiben.

Jetzt feiert die Faustballsparte ihren 40. Geburtstag und ist damit genauso alt wie ich selbst. Da muss ich mir ja die Frage stellen, ob die jüngeren Leute auch mich schon nur noch mit einem kleinen Schmunzeln wahrnehmen. Das kann ich natürlich nicht beantworten. Sicher ist nur, dass ich unsere „Faustkämpfer“ schon lange nicht mehr belächle. Mit 40 beurteilt man den Wert einer Sparte nämlich anders als mit 20. Mit 20 zählt der nackte Erfolg. Aufsteigen und Präsenz in den Medien ist da noch wichtiger als gewachsene Kameradschaft und geradezu treue Geselligkeit. Genau diese Werte aber bekommen mit steigendem Alter immer mehr Gewicht. Auch die Tatsache, dass man überhaupt Sport treibt, ist irgendwann von größerer Bedeutung als die Frage der Erfolge im sportlichen Wettkampf.

Insofern erfüllt unsere Faust- ballsparte alle Vorzüge, die einen Breitensportverein ausmachen. Und der MTV Dänischenhagen ist primär ein Breitensportverein. Zudem leben in der Faustball- sparte Werte weiter, die im Gesamtverein verloren gegangen sind: Man kennt sich, man setzt sich nach jedem Training im Sportheim zusammen, man veranstaltet gemeinsame Freizeitaktivitäten, man setzt sich geschlossen für Dorfveranstaltungen ein. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl versuchen wir als junger Vorstand grad’ so ganz langsam auch wieder Sparten übergreifend „rein“ zu kriegen. Insofern bin ich froh, dass ich dabei eine Sparte habe, die familiär wie früher auftritt – auf die ich als Vorbild verweisen kann. Ich meine unsere Faustballer.

Euch allen einen HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum Vierzigsten und alles Gute für die Zukunft der Sparte.

Hartwig Rodde
1. Vorsitzender

Grußwort des Bürgermeister

Wolfgang Steffen
Bürgermeister

Die Faustballsparte des MTV Dänischenhagen feiert im Juni 2005 ihr 40-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum findet in einem feierlichen Rahmen und mit einem sportlichen Wettkampf statt. Hierzu spreche ich den Sportlern der Faustballsparte im Namen der Gemeinde Dänischenhagen, aber auch persönlich, die herzlichsten Glückwünsche aus. Allen Gästen von nah und fern ein herzliches Willkommen in unserer Gemeinde. Möge diese Veranstaltung dazu beitragen, bereits bestehende Freundschaften zu festigen und neue zu schließen. In diesem Sinne, liebe Sportfreunde, wünsche ich der Veranstaltung einen harmonischen Verlauf in sportlich fairer Kameradschaft.

Wolfgang Steffen
Bürgermeister

Laudatio

Charly Rickmann

Dem Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 28. Februar 1964 ist zu entnehmen, das Sportfreund Hamm beim Aufbau einer Herren-Faustballmannschaft helfen will. Im Januar 1965 berichtet der Vorstand auf der Jahreshauptversammlung von der erfolgreichen Neugründung mit den ersten anschließenden Wettkampfbeteiligungen und Erfolgen. Außer Sportfreund Hamm, der kurzfristig Spartenleiter war, gehörten noch Helmuth Kartsens, Hermann Rehder und Julius Fandrey zu den Gründungsmitgliedern. Mit der Mannschaft Hugo Hamm, Julius Fandrey, Max Jandrofski, Fritz Schröder und Willi Bartels wurden 1965 überraschend die Kreismeisterschaft in der Bezirksklasse Kiel errungen. Beim Gewinn der Gaumeisterschaft 1966 in Kronshagen waren schon Uwe von Hofen, und Walter Wendelmuth dabei.

Nach Hugo Hamm hatte die Sparte folgende Leiter: 1965 – 1967 Helmuth Kartsens 1967 – 1969 Uwe von Hofen 1969 – 1975 Walter Wendelmuth 1975 – 1981 Dr. Günter Neumann 1981 – 1982 Dieter Beutel 1982 – 1984 Peter Drews 1984 – bis heute Asmus Hansen und Reiner Siegmund an seiner Seite bis 2003, der dann von Michael Nolda abgelöst wurde.

Den Sportbetrieb bestimmten wöchentliches Training auf Rasen bzw. in der Halle, sowie Punktspiele, Feld und Hallenturniere, damals teilweise noch bis zu 17 Mannschaften. Die größten Erfolge erzielten wir in den Jahren 1974 bis 1980. In diese Richtung ging auch die durch Vermittlung von Reiner Siegmund entstandene Sportfreundschaft mit den Faustballern des TSV Gronau / Niedersachsen. Das sportliche Zusammentreffen intensivierte sich derart, dass am 26. April 2003 die 25 jährige Freundschaft mit dem TSV Gronau gefeiert werden konnte. Außer im sportlichen Bereich haben sich etliche Spartenmitglieder für Ehrenamtlich Aufgaben innerhalb des Vereins zur Verfügung gestellt. Trotz oder auch gerade wegen des Altersdurchschnitts wird die Sparte bei allem sportlichen Ehrgeiz bis heute geprägt von Zusammenhalt, Kameradschaft und ihr Gespür für Erfolgreiche Festivitäten um die uns „Andere“ gelegentlich beneiden. So blicken wir denn in jeder Hinsicht mit Stolz auf 40 Sparten Jahre der Neuzeit – das ist mehr als eine Generation – zurück.

Wir schauen Hoffnungsvoll und Optimistisch in die Zukunft, auch was neue und jüngere Spartenmitglieder anbelangt, zumal die Weichen dafür auf Leitungs- ebene bereits gestellt wurden.

Charly Rickmann

Meine Zweite Heimat und der Faustball

Im Jahre 1969/70 bauten wir nach erfolgreichen „Indianerkämpfen“ und nur über Knüppeldamm (Kopfsteinpflaster Dorfstr.) bzw. Schotter (Schulstr.) erreichbar, ein Haus im zweiten kleinen Baugebiet der Neuzeit im Nordwesten von Dänischenhagen. Die ersten üblichen Irritationen eines Bauherren überstanden, hörte und staunte ich von einer Faustballsparte des MTV und wurde im Januar 1971 Mitglied. Nachdem ich diesen Sport in der Vergangenheit sehr erfolgreich auf Schul- bzw. Betriebsebene – jeweils Hamburger Vizemeister 1953 bzw. 1960 – betrieben hatte, freute ich mich auf diese alte / neue körperliche Betätigung.

Dienstags wurde sowohl im Freien als auch in der Kleinen Schulhalle fleißig trainiert, mit einem geradezu abenteuerlichen „Après“ im kleinen alten und urgemütlichen Schulgebäude,

Ölofen- und Bierkastenmilieu inklusive. Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und Festivitätstalent waren geradezu imponierend. Deshalb war es für mich selbstverständlich, der Sparte auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Spielbetrieb, als passives Mitglied weiterhin treu zu bleiben.

Charly Rickmann

Identitätsprobleme

Günter Neumann

Alle Dänischenhagener Faustballer wissen, was „Lockstedter“ ist, sie kennen ihn nicht nur, die meisten von ihnen mögen ihn auch und trinken ihn regelmäßig. „Lockstedter“ ist nämlich ein hochprozentiges alkoholisches Getränk, mit vielen scharfen Gewürzen angereichert. Wenn man nach einem Schluck von ihm ausatmet – und hat ein brennendes Streichholz vor dem Mund, so wird man augenblicklich zum Feuerspeienden Vulkan. Das Schlimmere aber am „Lockstedter“ ist, dass er nicht aus dem nördlichen Bundesland stammt. Seine Heimat ist Niedersachsen, genauer Gronau bei Hildesheim, eine kleine Stadt in der Reiner Sigmund erwachsen wurde und mit dessen Faustballern die Dänischenhagener seit unzähligen Jahren eine schöne, intensive Sportfreundschaft pflegen und gegenseitige Turnierbesuche selbstverständlich sind. Die Gronauer haben die Dänischenhagener erfolgreich zum „Lockstedter“ bekehrt.

Ich war oft mit in Gronau und erinnere mich an tolle abendliche Nachfeiern, nicht benutzte Betten in Privatquartieren und Hotels. Mein Problem ist – ich mag keinen „Lock- stedter“. Immer wieder habe ich gezweifelt, ob ich wegen dieses Mankos für die Teilnahme an Turnieren mit den Gronauern überhaupt geeignet bin, – ja, ob ich jemals ein richtiger Dänischenhagener Faustballer werden konnte. Nun, dreißig Jahre in der Dänischenhagener Faustballmannschaft mögen meine Zweifel beseitigt haben.

Günther Neumann

Bayrischer Frühschoppen im Hohen Norden

Franz Neugebauer

Bayrisches Flair im Hohen Norden, klingt zwar verwunderlich, ist aber ein voller Erfolg. An einem Dienstagabend in 2004, kamen drei Zugereiste (also nicht Norddeutsche) auf die Idee, für Ihre Ehefrauen etwas Besonderes zu tun. Hatten doch gerade sie an den letzten Punktspielen (immer sonntags) auf Ihre Männer verzichten müssen, so sollte bei einem gemeinsamen Frühstück im Kreise der Familie, die Wogen wieder geglättet werden. Wir nutzten die Gunst der Stunde und am 28. März 2004 wurde der „Erste Bayrische Frühschoppen“ aus der Taufe gehoben. Natürlich mussten die Zugereisten, die Organisation dafür übernehmen und ihre Nordlichter in der Sparte davon auch überzeugen. Ein geeigneter Ort „das Schützenheim“ wurde schnell gefunden, denn die Ehefrau unseres Faustballfreundes Michael Nolda ist die Spartenleiterin der Sportschützen des MTV’s. An dieser Stelle, dir liebe Birgit, unseren herzlichsten Dank und das wir auch in Zukunft dort noch recht oft feiern dürfen.

Birgit Nolda und Franz Neugebauer

Das Schützenheim ist von seiner Art sehr gemütlich, aber durch das Schmücken mit weiß/ blauen Girlanden, Fahnen und Tischdecken, kam erst die ur-typische bayrische Gemütlichkeit auf. Es gab Weißwurst, Leberkäse und frische Brezeln, dazu original süßen bayrischen Senf und als besondere Gaudi frisches Bier aus dem Holzfass von der Kieler Brauerei. So haben wir mit 16 Erwachsenen und 2 Kindern einen sehr vergnügten Sonntag erlebt und viel Spaß gehabt.
Unseren Zweiten Bayrischen Frühschoppen haben wir am 03. April 2005 mit unseren Familien und unseren Faustballfreunden aus Barkelsby feiern können. Die Teilnahme mit 26 Erwachsenen und acht Kindern war ein voller Erfolgt und stellte die Organisation, aber auch die Räumlichkeiten des Schützenheimes auf die Probe. Die Stimmung war prächtig und urgemütlich, denn die letzten verließen das Schützenheim erst gegen 16:00 Uhr. Ich möchte mich an dieser Stelle bei all denen recht herzlich bedanken, die im großen Maße zur der bayrischen Atmosphäre und Gemütlichkeit beigetragen haben. Ich denke das der Bayrische Frühschoppen ein voller Erfolgt ist und zum festen Bestandteil unserer jährlichen Faustballplanung wird. In diesem Sinne wünsche ich der Sparte und seinen Mitgliedern alles Gute, bis es wieder heißt: „Ozapft is !“

Franz Neugebauer

Don’t worry – go Faustball

Hans Moser

Faustball ist eine Sportart, die von ‘jung ́ bis ‘alt ́ praktiziert werden kann (also wie Sex!). Ist man jung, versucht man halt jeden Ball zu erlaufen und kommt mächtig ins Schwitzen. Ist man alt, lässt man eben den einen oder anderen Ball gehen und reguliert so alleine den Flüssigkeitsverlust, der nachher dann wieder mühsam im Sportheim ausgeglichen werden muss. Ich finde, einmal die Woche sollte man seinem Körper mit eineinhalb Stunden Faustballtraining etwas Gutes tun, als Ausgleich für sitzende Tätigkeiten (hier ist nicht der Knast gemeint), oder sonst trostloses Rentnerdasein.
Der Nachtrainingsbesuch im Sportheim (s.o.) fördert ungemein den Gemeinschaftssinn ebenso, wie die zahlreichen sonstigen Aktivitäten: Koppelfest, Knicken, Bayrisches Frühstück und Kochen. Dazu Radtouren als Ersatz für Faustballtraining während der Sommerferien, sowie Punktspiele und Turniere an den Wochenenden, wo man sowieso nichts Anderes vorhatte.
Bei den letztgenannten Sonderaktivitäten trifft man immer wieder die gleichen Leute und Mannschaf- ten. Es haben sich so Bekanntschaften entwickelt, die an der Kaffeebar mit Brötchen, Würstchen, Kuchen, Bierchen usw. vertieft werden. Dafür stellen sich lobenswerterweise immer einige Kameraden und -dinnen zur Verfügung, die dadurch den Kassenwart schier zur Verzweiflung bringen, weil er keinen Stauraum mehr hat, für das viele Geld. Was noch wichtig ist – in unserer Gemeinschaft trifft man immer auf ein offenes Ohr, wenn man Hilfe und Unterstützung in sonstigen Belangen des Lebens braucht.
Deshalb: DON‘T WORRY – GO FAUSTBALL

Hans Moser

Kontakte eines Neubürgers

Klaus Peter Parnitzke

Was begeisterte 1968 einen Neubürger, der sich in Dänischenhagen für Sport interessiert. Ich schaute mich nach einem Sportverein um. Zuerst trat ich in die Fußballsparte der Alten Herren ein. Dort lernte ich verschiedene Sportler kennen und knüpfte Kontakte. Ungefähr 1975 wechselte ich dann in die Faustballsparte. Später nahm ich verschiedene Aufgaben, wie z.B. das Erstellen der Hallenpläne für die Sparten, oder war als Platzwart tätig. Kurze Zeit übernahm ich auch die Bewirtung im Jugendheim, als kein Pächter zur Verfügung stand.
Verschiedene Feste hatte ich mit zu organisieren, in Festzelten zum Dorffest oder die schönen Oktoberfeste mit dem DRK, der Feuerwehr und der Landjugend.
Für die Faustballsparte helfe ich besonders gerne mit, so beim Koppelfest und bestimmten Turnieren, wie jetzt auch die 40 Jahr Feier der Faustballer.

Klaus Peter Parnitzke

Faustball und Fahrrad fahren, was haben sie gemeinsam?

Peter Möller

Für alle aktiven Faustballer wird in der Wintersaison am Dienstagabend zwischen 19:00 Uhr und 20:30 Uhr Faustball in der Dänischenhagener Halle angeboten. Zuschauer und passive Mitglieder sind natürlich gerne gesehen, zumal es anschließend noch zu einem Umtrunk in das Sportheim geht.
In der Sommerpause (Halle geschlossen) greift nicht nur der aktive Faustballer zum „Drahtesel“; sondern alle passiven Mitglieder, sowie Gäste sind auch dazu herzlich eingeladen und nutzen dieses auch mit großem Erfolg!
Jeder der bisher teilgenommen hat, wird bestätigen, dass es eine wunderbare Gelegenheit ist, die nähere Umgebung unserer schönen Landschaft im „Dänischen Wohld“ per Rad zu erkunden.
Start ist ebenfalls dienstags 19:00 Uhr am Sportheim. Im Durchschnitt werden ca. 20 km geradelt. Auf Wunsch werden Pausen zur Stärkung eingeschoben. Rückkehr ist gegen 20:30 Uhr. Danach bleibt noch genügend Zeit die verlorengegangene Energie wieder aufzutanken.
Sollte das Sportheim wegen Urlaub mal geschlossen sein, haben sich in der Vergangenheit immer wieder Sportskollegen in dieser „Trockenzeit“ großzügig gezeigt und nicht nur ihre Terrasse oder Laube zur Verfügung gestellt, sondern auch der daheimgebliebene Partner hat in der Küche etwas essbares gefunden, um es den Radlern anzubieten.
Nun könnte man glauben, das leibliche Wohl steht an erster Stelle, nein… die körperliche Ertüchtigung und die Heimatkunde stehen im Vordergrund. So mancher Teilnehmer hat vom Fahrrad aus Ein- und Ausblicke genießen können, die sonst kaum möglich sind, da wir die Wege und Pfade unter den Sattel nehmen, die dem Autofahrer verschlossen bleiben.
An dieser Stelle sind alle, besonders unsere Neubürger aus Dänischenhagen eingeladen, nicht nur die Faustballer in der Halle als aktive Sportler zu bewundern, sondern auch mal einen „Schnupperkurs“ im Fahrradfahren zu belegen.

Peter Möller

Jahresabschluss

Adolf Schäfer

Als guten und gern gesehenen Abschluss des Jahres gibt es das Harzer – Schmalz – Brot – Essen, von mir, Adolf Schäfer.
Meine Frau Helga bereitete das Essen zu, welches dann in meinen Kellerräumen verzehrt wurde. Da ich den Kellerraum mittlerweile für andere Zwecke nutze, wurde die „Harzer – Orgie“ ins Sportheim verlegt, was auch gut ankommt.
Hauptsache Spaß, Brot und Schnaps. Die Brote sponsert Adolf weiter (von Micha Löhrke zubereitet) und den Köm „Wie du sammu gamu nitze, wie du sammu bess bedinitze zack, zack, zack“ gibt es von Asmus Hansen.
Allen ein Dankeschön.

Adolf Schäfer

1978, der Beginn einer Freundschaft

Reiner Sigmund

Zufälle spielen im Leben oftmals eine besondere Rolle und lassen etwas Unvorhergesehenes entstehen. So geschah es im Jahre 1978 auf einem Frühlingsfest der MTV – Faustballer, dass rein zufällig sich bis dahin zwei fremde Menschen auf diesem Fest begegneten. Es waren dies der unvergessene Hugo Kühl und ein von mir sehr enger Freund aus Gronau an der Leine (Niedersachsen), Heinz Hoffrichter. Beide regten einen sportlichen Kontakt zwischen uns Faustballern und denen aus Gronau an.
Schon im Sommer 1978 reiste auf Einladung der Gronauer Sportfreunde eine Dänischenhagener Faustball – Crew mit Ehefrauen zu deren Turnier.
Herzlich aufgenommen erlebten wir sportlich ein tolles Turnier und genossen eine uns übermäßig entgegengebrachte Gastfreundschaft. Auch unsere Gegeneinladung an die Gastgeber wurde gerne angenommen und deren Besuch fand ebenfalls noch im gleichen Jahr statt.
In den folgenden Jahren bis einschließlich heute wurden regelmäßig die ausgetragenen Turniere von beiden Vereinen gegenseitig besucht.
Da auch die Ehefrauen gerne die Wochenreisen mit antraten, entwickelte sich recht bald ein überaus harmonisches und familiäres Verhältnis. Der Höhepunkt eines jeden Turniertages war das am Abend stattfindende gesellige Beisammensein. (Schützenfest in Gronau oder eine Seefahrt auf der Ostsee, um nur zwei Beispiele zu nennen). Es wurde viel gesungen, getanzt, gelacht und auch ein WENIG getrunken.
Der Sonntagvormittag diente dann dem gemeinsamen (KA TER) Frühstück, so dass um die Mittagszeit, wieder gestärkt von den Strapazen, die Heimreise angetreten wurde.
Das Jahr 1978 war für uns, als auch für die Sportfreunde aus Gronau der Beginn einer tiefen und echten Freundschaft, die über die ganzen Jahre bis einschließlich heute standgehalten und hoffentlich auch weiterhin standhalten wird.

Reiner Sigmund

Koppelfest

Rosemarie Stave-Witte

Alljährlich feiern die Faustballer ihr Koppelfest. Dabei wird ein großer Buschholzhaufen verbrannt. Aber wie kommt der auf die Koppel? Ganz klar, vorher wird im zeitigen Frühjahr geknickt. Da das Fest seit zwei Jahren bei Witte stattfindet, wird auch hier geknickt. Das ist ganz schön schweißtreibend, selbst bei Kälte, und so muss schon mal mit Glühwein der Kälte getrotzt werden. Dann wird das grobe Holz zu Kaminholz verarbeitet und das Reisig auf die Koppel gebracht, wo es nun bis zum Sommer auf den großen Auftritt wartet. Nach getaner Arbeit gibt es nach alter Tradition Erbsensuppe. Leider habe ich die Tradition gebrochen, aber auch meine Reitersuppe hat den Aussagen zufolge geschmeckt.
Dann kommt der Sommer, und das Koppelfest startet. Es ist unglaublich: Eine ordinäre, grüne Koppel verwandelt sich in Windeseile durch viele helfende Faustballhände in einen Festplatz. Tische, Bänke, Girlanden, Lichter- ketten, Windlichter und Strohballen um das Feuer herum, später bei Dunkelheit richtig romantisch.
Und dann trudeln alle anderen ein, die Aktiven, Passiven, Frauen, Kinder, Enkel und Freunde. Dank der guten Verpflegung und der nicht minder guten Getränke, der Musik und der sowieso guten Stimmung aller Teilnehmer, war es bisher immer ein schönes Fest, bei dem sogar die Kinder dank des Pools auf ihre Kosten kommen – einige müssen kurz vor dem Erfrieren an Land gezogen werden!
Irgendwann nachts, wenn das Feuer heruntergebrannt ist, verlassen auch die letzten Gäste die Festwiese. Wulf versorgt noch die Glutreste und dann gehen auch wir schlafen.
Und dann das Erstaunliche – am nächsten Morgen sind die Auf- räumwiesel natürlich eine halbe Stunde vor der verabredeten Zeit alle wieder da und verwandeln den Festplatz schnell zurück in eine Pferdewiese – dafür herzlichen Dank!
Zum Schluss gibt es noch ein Aufräumbier, Reste vom Vor- abend, und dann: Tschüss bis zum nächsten Jahr!

Rosemarie Stave-Witte

Jugendfaustball im MTV Dänischenhagen

Dieter Beutel

Ja, liebe Leserin, lieber Leser, Sie haben richtig gelesen. Wir hatten um 1980 einige Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren, die bei uns das Faustballspielen erlernten.
Da mir leider nicht mehr alle Namen geläufig sind, nenne ich folgende Mitspielerinnen und Mitspieler stellvertretend für die damalige Jugend der Faustballsparte:
Doris und Dietmar Beutel, Detlef und Michael Bork, Sönke Daevel, Markus Groth, Sönke Köster und Ulf Teichmann.
Nach einigen Trainingsabenden nahmen wir dann auch an Turnieren der Jugendmannschaften im Kreis Rendsburg Eckernförde teil. Die damals für die Faustballsparte verantwortlichen Peter Drews, Reiner Siegmund und Dieter Beutel wollten unseren Jugendlichen den Spaß am Faustballspiel vermitteln. Dies bedeutete für uns, dass alle Jugendlichen unabhängig von der Spielstärke bei den Spielen eingesetzt wurden. Es lässt sich sicher nachvollziehen, dass wir mit dieser Spielerbesetzung zwar die Spielfreude bei allen Jugendlichen förderten, aber nicht unbedingt die erfolgreichsten bei den Turnieren waren. Auch wenn der ganz große Erfolg ausgeblieben ist, vertrete ich noch heute die Meinung, dass unsere Einstellung, alle Mitglieder einer Mannschaft beim Wettkampf einzusetzen, richtig war und richtig ist.
Leider fiel die Jugendmannschaft mit zunehmendem Alter ihrer Mitglieder nach einigen Jahren auseinander. Lediglich Michael Bork und Sönke Köster haben noch in der Männermannschaft Punktspiele bestritten. Da auch diese Dänischenhagen aus beruflichen Gründen verlassen haben, hat die Faustballsparte keinen der damaligen Spieler mehr in ihren Reihen.

Dieter Beutel

Nette Menschen und Spitzenbewirtung

Gerd Vater
Staffelleiter

Vor 23 Jahren übernahm ich die Spielleitung im Kreis Rendsburg Eckernförde. Die Sommerrunde wurde mit 16 bis 20, die Winterrunde zum Teil mit 28 Mannschaften gespielt. Fehlende Hallentermine waren immer ein Problem, also wurde an Trainingsabenden gespielt.
Um lange Anfahrtswege zu vermeiden spielten wir in einer Kreisliga und zwei Kreisklassen oder in einer Kreisliga Nord und Süd.
Leider schrumpfte die Anzahl der Mannschaften auf den heutigen Stand von 6 bis 10.
In diesem Zusammenhang möchte ich der Faustballsparte des MTV Dänischenhagen ein besonderes Lob aussprechen. Hier ist man immer bereit, Spieltage auszurichten, bei denen die Bewirtung seinesgleichen sucht.
Vielen Dank dafür!

Gerd Vater

Unsere Grill- und Koppelfeste

Uwe Deavel

Mit den Grillfesten wurde 1971 in Strande im Märchenwald begonnen. Die ersten 2 Feste fanden am Strand statt.
Um 23.00 Uhr sprangen die beseelten Herren splitterfasernackt über die großen Steine ins Wasser und man schlug sich so manches Knie auf. Bis endlich unser „Farken-Baron“ Helmuth Karstens meinte: „Der Mond muss aufgehen, damit man noch mehr sehen kann!“
Ab 1973 wurde 20 Jahre lang bei Helmuth Karstens auf dem Mühlenberg gefeiert. Im Frühjahr wurde der Knick beschnitten. Das geborgene Holz wurde dann während des Festes abgebrannt. Danach wurde bei Fritz Schröder in Kaltenhof der Grill angezündet.
Eine Katze schnappt sich ein Kotelett vom Grill. Fritz Schröder rennt wie vom Affen gebissen hinterher und kann ihr das Stück Fleisch wieder abjagen. Er klopft
es sich 2 – 3-mal gegen das Knie und legt es zurück auf den Grill. Eine Stunde später ist sämtliches Fleisch gegessen. Hugo Kühl meint nur ganz trocken zu Fritz: „Ich weiß ganz genau, wer es gegessen hat!“
Bis heute grillen wir bei Wulf Witte in Rabendorf und genießen dort seine Gastfreundschaft.

Uwe Daevel

Sommerpunktspiele

Michael Nolda

In meinen ersten Jahren in der Faustballsparte wurde in den Sommermonaten eine Freiluftmeisterschaft ausgespielt. Hier wurde nur unter der Woche gespielt. Gastgeber waren bevorzugt Vereine, die im Winter keine Hallenzeiten zur Verfügung stellen konnten und somit im Sommer zu Heimspielen kamen. Es trat fast immer die komplette Liga an, da immer auf drei Spielfeldern gleichzeitig gespielt wurde.
So ging es an einem Mittwoch gegen 17:00 Uhr los. Eine Faustballmannschaft besteht aus fünf Spielern, so brauchte nur einer zu fahren.
Wir sollten in Jahrsdorf antreten. Wo das liegt wusste ich als Neubürger an der Ostsee natürlich nicht. Nach ca. einer Stunde Fahrt durch Schleswig-Holstein kamen wir durchgeschwitzt in Jahrsdorf an. Ich hatte eine Sportanlage ähnlich der in Dänischenhagen erwartet. Weit gefehlt. Mein Eindruck war, die Kühe wären gerade erst von der Koppel getrieben worden. Die Gastgeber waren gerade dabei die Spielfelder zu kreiden. Ein kleines Holzhaus diente als Umkleideraum, in dem es auch einige Duschen gab.
Dann ging es los. Endlich spielen. Doch dann, etwas irritiert, sah ich, wie einige Frauen in Sportzeug dabei waren, mit dem Kreidewagen ein Spielfeld zu markieren. In der nächsten Spielpause musste ich meine Neugierde befriedigen. Das Ergebnis: Hier wird Völkerball gespielt. So richtig um Punkte und Meisterschaft.
Nach unseren Spielen und dem Duschen, gab es erstmal ein schönes Stück Fleisch vom Grill und auch ein kühles Blondes aus der Flasche.
Es wurde schon dunkel, als wir nun endlich die Heimreise antraten.

Michael Nolda

Faustballcatering

Silke Hilmers

Anlässlich eines Faustballturniers in Dänischenhagen, bewirtete mein Vater Wulf seine Faustballkollegen und die Gäste mit leckeren Brötchen, Würstchen, Getränken und natürlich Naschis.
Um mal zu sehen, ob Papa Wulf auch ordentlich tätig ist – natürlich auch, um Faustball zu gucken – fuhr ich ihn besuchen. Als ich das Männerchors sah, griff ich ein und unterstützte ihn. Laut Aussage einiger Faustballer, die nicht namentlich genannt sein möchten, schnellte der Umsatz in die Höhe. Zum Ende der Veranstaltung wurde ich gleich für die nächsten Turniere gebucht und eine Karriere war geboren.
Beim zweiten Faustballevent nahm ich meine Freundin Silli zur Unterstützung mit. Als höfliche „Provinzialerin“ siezte sie alle Leute. Damit stürzte sie einen Mitvierziger ungewollt in die Midlifecrisis, also wurde ab sofort jeder geduzt und Silli in den Kreis aufgenommen.
Uns hat es viel Spaß gemacht und wir stehen auch in Zukunft gerne wieder zur Verfügung, wenn es heißt: Faustballcatering!

Silke Hilmers

Faustballer können auch kochen!

Werner Techel

Natürlich kennen mich alle Faustballer, aber dass ich auch Kochkurse im „Haus der Familie“ gebe, wussten nicht alle. Als ich den ersten Kurs im Kreise der Faustballer anbot, waren zwar alle begeistert:
Eine neue Aktivität der Sparte – aber auch skeptisch. Es gab u.a. „Curry-Honig-Huhn“, mit großem Erfolg. Das zweite Faustballer-Menü musste also ein weiteres Highlight werden. Es gab:
Wir wären keine Faustballer, wenn nicht außerdem Bier und Korn „bis zum Abwinken“ bereit gestanden hätte. Schnell waren die Aufgaben verteilt: wer macht die Vorsuppe (natürlich Wulf Witte, unser Suppen-Doktor), wer traut sich an das Schweinefilet usw. Hans Moser, willig und übereifrig, haut alles zusammen, aber es schmeckte auch so. Alle waren überrascht, was man mit wenig Anleitung schaffen kann, auch wenn „die Kerle“ nur den Status von Küchenhelfern hatten.
Doch glücklicherweise waren einige „Koch-Profis“, die besseren Hälften unserer Faustballer, zu meiner Unterstützung mit angetreten. Als dann eine völlig überraschende Kartoffelsuppe und anschließend die Gemüsepuffer die ersten „Ah’s“ und „Oh’s“ hervorriefen, war mir klar, dass auch das 2. Faustballer- kochen ein voller Erfolg werden würde. Dann kam ein Schweinefilet wie „Marzipan“, für Ewald Burow bitte durch, und der Abend war gerettet.

Viele Köche …
Doch Sprichwörter stimmen nicht immer!

Dass die „Feigen mit Beerenauslese“ als krönender Abschluss folgte, vollendete eine perfekte Veranstaltung.
Alle waren sich einig: „Dieser Abend wird wiederholt!“

Werner Techel

„Schwarzer Kater“ mit Gronau’s Frauen 1990 – 25-jähriges Jubiläum

Birgit Nolda

Ja wie war das denn noch „damals“? Die Faustballer hatten zum Jubiläumsturnier geladen, doch in dem Jahr kam nicht die „Alte Garde“, sondern ganz viel Jungvolk aus Gronau. Damit auch sehr junger Anhang, da ich zu der Zeit mit Anfang Dreißig zu den jüngsten Frauen der Dänischenhagener Faustballern zählte, sollte ich mich um besagten Anhang kümmern.
Leider war Petrus den Spielern bei dem Freiluftturnier nicht gnädig gestimmt, es war a…kalt und es regnete immer wieder. Um nicht zu erfrieren landeten wir im Vereinsheim, damals noch mit dem Schankraum im jetzigen Geschäftszimmer, wir wollten die Spiele von oben betrachten. Doch es sollte anders kommen. Irgendjemand kam auf die Idee, sich die Zeit mit Würfeln zu verkürzen. Der jeweilige Verlierer musste eine Runde spendieren. Die Stimmung stieg mit jeder Runde.
So schafften wir als erstes den Vorrat an „Roter Alexander“. Zu allem Überfluss kamen dann auch noch immer wieder Spieler aus Gronau und Dänischenhagen um nach uns zu sehen: „ob wir denn gut versorgt seien?“ Natürlich gab dies zusätzliche Runden. Nach dem „Roten Alexander“ mussten wir mangels Masse auf den „Schwarzen Kater“ umsteigen – der einigen von uns auch einen Solchen am nächsten Tag bescherte. Sicher brauche ich nicht zu erwähnen, dass für manche der Damen der Abend nicht so lang wurde – aber das (Würfel -) Turnier war spitze!

Birgit Nolda

Wisst Ihr eigentlich (noch)…

Waldemar Bork

…wie das mit der Spardose bzw. jetzt dem Ball entstanden ist?

Es war Ende der 1960er Jahre, da meinte der damalige Spartenleiter Walter Wendelmuth: „Wenn wir uns mal was leisten wollen, müssen wir den „Sportgroschen“ einführen.“ Von nun an wurde jeden Dienstag per Liste, also namentlich der Sportgroschen eingetrieben. Dazu war auch ein Sachverständiger nötig. So wurde ich Kassenwart der Faustballsparte. Irgendwann war das Führen der Liste lästig, es wurde oftmals gesagt: „Ich habe schon bezahlt.“ Daraufhin kam die Idee mit der Spardose.
Ich glaube, dass über diesen Weg mehr als nur ein Sportgroschen in die Kasse kam. Ich hatte den Eindruck, dass der Sportgroschen in Schleswig- Holstein unbekannt war. Walter und ich kamen aus Hessen bzw.
Niedersachsen. Dort mussten wir schon während der Schulzeit zum Sportunterricht immer einen Groschen abliefern. Das Geld wurde für Sportgeräte usw. gesammelt. Unser Sportgroschen wird vergnüglicher eingesetzt.

Waldemar Bork